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| grundlagenhandbuch:scale-up [2026/04/10 10:48] – [Konstanter Wärmestrom] neelest | grundlagenhandbuch:scale-up [2026/05/28 09:40] (aktuell) – [Konstanter Wärmestrom] deppe2 | ||
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| Ausgangspunkt für diesen Ansatz ist die Kennzahl $\Pi_5$ der Schmelzezone. Unter der Annahme einer konstanten Schmelzeaustrittstemperatur und mit den bereits genannten Voraussetzungen ergibt sich für das Viskositätsverhältnis zwischen Modell- und Hauptausführung: | Ausgangspunkt für diesen Ansatz ist die Kennzahl $\Pi_5$ der Schmelzezone. Unter der Annahme einer konstanten Schmelzeaustrittstemperatur und mit den bereits genannten Voraussetzungen ergibt sich für das Viskositätsverhältnis zwischen Modell- und Hauptausführung: | ||
| - | $$\frac{\eta}{\eta_0} = \left(\frac{D}{D_0}\right)^{2\psi + \chi - 2 - \omega}$$ | + | $$\frac{\eta}{\eta_0} = \left(\frac{D}{D_0}\right)^{2\psi + \chi - 2 - \omega} \tag{19}$$ |
| Des Weiteren lässt sich die Schergeschwindigkeit durch die Beziehung | Des Weiteren lässt sich die Schergeschwindigkeit durch die Beziehung | ||
| - | $$\frac{\dot{\gamma}}{\dot{\gamma}_0} = \left(\frac{D}{D_0}\right)^{1-\psi-\chi}$$ | + | $$\frac{\dot{\gamma}}{\dot{\gamma}_0} = \left(\frac{D}{D_0}\right)^{1-\psi-\chi} \tag{20}$$ |
| beschreiben. Logarithmiert man diese beiden Ausdrücke und eliminiert das Durchmesserverhältnis, | beschreiben. Logarithmiert man diese beiden Ausdrücke und eliminiert das Durchmesserverhältnis, | ||
| - | $$\lg \frac{\eta}{\eta_0} = \frac{2\psi + \chi - 2 - \omega}{1 - \psi - \chi} \lg \frac{\dot{\gamma}}{\dot{\gamma}_0}$$ | + | $$\lg \frac{\eta}{\eta_0} = \frac{2\psi + \chi - 2 - \omega}{1 - \psi - \chi} \lg \frac{\dot{\gamma}}{\dot{\gamma}_0} \tag{21}$$ |
| Nach Gleichung 1.13 gilt für die Viskositätsfunktion bei konstanter Temperatur auch: | Nach Gleichung 1.13 gilt für die Viskositätsfunktion bei konstanter Temperatur auch: | ||
| - | $$\lg \frac{\eta}{\eta_0} = (n - 1) \lg \frac{\dot{\gamma}}{\dot{\gamma}_0}$$ | + | $$\lg \frac{\eta}{\eta_0} = (n - 1) \lg \frac{\dot{\gamma}}{\dot{\gamma}_0} \tag{22}$$ |
| Damit ergibt sich der Drehzahlexponent für konstanten spezifischen Energieeintrag zu: | Damit ergibt sich der Drehzahlexponent für konstanten spezifischen Energieeintrag zu: | ||
| - | $$\chi = \frac{n - n\psi + 1 + \omega - \psi}{n}$$ | + | $$\chi = \frac{n - n\psi + 1 + \omega - \psi}{n} \tag{23}$$ |
| Durch Einsetzen des Drehzahlexponenten erhält man den zugehörigen Durchsatz für diesen Betriebspunkt. | Durch Einsetzen des Drehzahlexponenten erhält man den zugehörigen Durchsatz für diesen Betriebspunkt. | ||
| Zeile 149: | Zeile 149: | ||
| Für die Heizleistung erhält man aus der Energiebilanz der Schmelzezone | Für die Heizleistung erhält man aus der Energiebilanz der Schmelzezone | ||
| - | $$\Pi_6 = \frac{\dot{q} L_{sz} \left(1 - \beta / \pi\right)}{h v \rho c_v \Delta T_{sz}}$$ | + | $$\Pi_6 = \frac{\dot{q} L_{sz} \left(1 - \beta / \pi\right)}{h v \rho c_v \Delta T_{sz}} \tag{24}$$ |
| Der Klammerausdruck kann näherungsweise als konstanter Wert angesehen werden [[grundlagenhandbuch: | Der Klammerausdruck kann näherungsweise als konstanter Wert angesehen werden [[grundlagenhandbuch: | ||
| . Geht man ferner von konstanten Stoffwerten aus und ersetzt die Geschwindigkeit, | . Geht man ferner von konstanten Stoffwerten aus und ersetzt die Geschwindigkeit, | ||
| - | $$\frac{\dot{q}}{\dot{q}_0} = \frac{L_{sz, | + | $$\frac{\dot{q}}{\dot{q}_0} = \frac{L_{sz, |
| Unter Annahme einer konstanten Schmelzeaustrittstemperatur für Modell- und Hauptausführung muss folglich | Unter Annahme einer konstanten Schmelzeaustrittstemperatur für Modell- und Hauptausführung muss folglich | ||
| - | $$\chi = \psi - \omega$$ | + | $$\chi = \psi - \omega |
| - | gelten, um identische Wärmestromdichten zu erhalten. Der zu dosierende Massestrom ergibt sich, wie zuvor, durch Einsetzen des Exponenten in die Durchsatzgleichung. | + | gelten, um identische Wärmestromdichten zu erhalten. Der zu dosierende Massestrom ergibt sich, wie zuvor, durch Einsetzen des Exponenten in die Durchsatzgleichung |
| Zeile 167: | Zeile 167: | ||
| Die mittlere Verweilzeit lässt sich als Quotient aus freiem Kanalvolumen und Volumenstrom darstellen. | Die mittlere Verweilzeit lässt sich als Quotient aus freiem Kanalvolumen und Volumenstrom darstellen. | ||
| - | $$\bar{t} = \frac{V_{frei}}{\dot{V}}$$ | + | $$\bar{t} = \frac{V_{frei}}{\dot{V}} \tag{27}$$ |
| Die Substitution beider Größen durch | Die Substitution beider Größen durch | ||
| - | $$\dot{V} \sim b h D N \text{ und } V_{frei} \sim b h L$$ | + | $$\dot{V} \sim b h D N \text{ und } V_{frei} \sim b h L \tag{28}$$ |
| und die Bildung des Quotienten für Modell- und Hauptausführung führen zu der Gleichung: | und die Bildung des Quotienten für Modell- und Hauptausführung führen zu der Gleichung: | ||
| - | $$\frac{\bar{t}}{\bar{t}_0} = \frac{L D_0 N_0}{L_0 D N} = \left(\frac{D}{D_0}\right)^{\psi + \chi}$$ | + | $$\frac{\bar{t}}{\bar{t}_0} = \frac{L D_0 N_0}{L_0 D N} = \left(\frac{D}{D_0}\right)^{\psi + \chi} \tag{29}$$ |
| Um die Forderung einer konstanten Verweildauer des Materials in Modell- und Hauptausführung einhalten zu können, muss | Um die Forderung einer konstanten Verweildauer des Materials in Modell- und Hauptausführung einhalten zu können, muss | ||
| - | $$\chi = -\omega$$ | + | $$\chi = -\omega |
| gelten. Dies bedeutet, dass bei konstantem L/ | gelten. Dies bedeutet, dass bei konstantem L/ | ||