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| scale-up_modul [2025/05/05 12:24] – angelegt deppe2 | scale-up_modul [2026/04/14 15:49] (aktuell) – pka | ||
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| ====== Scale-Up Modul ====== | ====== Scale-Up Modul ====== | ||
| - | ===== Scale-Up ===== | + | Das Scale-up Modul dient zur Übertragung von Prozessen auf Maschinen mit größerem bzw. kleinerem Durchmesser. Ausgehend von einem sog. Modellprozess werden auf Basis von Übertragungsregeln die Geometrie der Hauptausführung und die zugehörigen Verfahrensparameter berechnet. Ausgangpunkt beim Scale-up ist ein beliebiger berechnungsfähiger Prozess (Modellprozess). |
| ===== Auswählen der Hauptausführung ===== | ===== Auswählen der Hauptausführung ===== | ||
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| + | Mit dem Scale-up Button wird das in der Abbildung dargestellte Dialogfenster geöffnet. Darin werden im oberen Teil die Maschinendaten des Ausgangsprozesses angezeigt. Über ein Explorerfenster lässt sich die Maschine auswählen, auf welche der vorliegende Prozess | ||
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| + | Im unteren Drittel des Dialogfensters wird die Vorgehensweise für die Auswahl der Elemente festgelegt. Voreingestellt ist die Option ”Ausschließlich vorhandene Elemente nutzen”. Hierdurch wird sichergestellt, | ||
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| + | Alternativ dazu kann SIGMA 7 fiktive Elemente erzeugen, die den ähnlichkeitstheoretischen Anforderungen gerecht werden. Hierdurch erhält man das aus ähnlichkeitstheoretischer Sicht optimale Übertragungsergebnis. Durch den Vergleich der Simulationsergebnisse beider Vorgehensweisen lässt sich der Einfluss einzelner Elemente auf den Prozess besser beurteilen. | ||
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| + | In letzterem Fall, der Generierung von Schnecken- und Zylinderelementen, | ||
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| + | * Gleiche Anzahl an Knetscheiben bei Modell- und Hauptausführung | ||
| + | * Konstanter Versatzwinkel der Knetscheiben bei Modell- und Hauptausführung | ||
| + | * Versatzwinkel und Scheibenanzahl bleiben konstant | ||
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| + | Der ausgewählte Ansatz hat u. a. wesentlichen Einfluss auf den spezifischen Energieeintrag, | ||
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| ===== Setzen der Exponenten ===== | ===== Setzen der Exponenten ===== | ||
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| + | Nach der Betätigung des Taste //Weiter// können Randbedingungen und Vorgaben für die Übertragung festgelegt werden. Von besonderer Bedeutung sind das L/ | ||
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| + | Der Gangtiefenexponent (PSI) wird, wie im Grundlagenhandbuch dargestellt, | ||
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| + | SIGMA ist so programmiert, | ||
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| + | Ferner besteht die Möglichkeit, | ||
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| + | Gibt man für die Hauptausführung ein L/ | ||
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| + | * Konstanter spezifischer Energieeintrag (s. [[grundlagenhandbuch: | ||
| + | * Konstante Wärmestromdichte (s. [[grundlagenhandbuch: | ||
| + | * Konstante Verweilzeit (s. [[grundlagenhandbuch: | ||
| + | * Konstante mittlere Schergeschwindigkeit | ||
| + | * Konstante Zylinderwandtemperatur | ||
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| + | Die Wahl der Randbedingung hat maßgeblichen Einfluss auf Drehzahl und Durchsatz. Die zu erzielenden Werte sind aber ebenfalls eine Funktion des Gangtiefenexponenten PSI. Aus diesem Grund muss die Beurteilung der gewählten Übertragungsbedingung im Einzelfall erfolgen. Allerdings lässt sich feststellen, | ||
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| + | Dabei ist zu beachten, dass mit steigendem Durchsatz auch die Anforderungen an die Wärmeübertragung zunehmen. Dabei können große Temperaturinhomogenitäten in der Schmelze entstehen, die u. U. zu einem nicht zu vernachlässigendem Anstieg der Massetemperatur führen. | ||
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| ===== Berechnung der Exponenten ===== | ===== Berechnung der Exponenten ===== | ||
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| + | Durch Betätigen der Taste //Weiter// erfolgt die iterative Berechnung der Modellgesetzexponenten. Auf Basis dieser Exponenten werden zunächst die Verfahrensparameter berechnet und im Dialog angezeigt. Weitere Details zur Berechnung der Exponenten sind im Grundlagenhandbuch aufgeführt (s. [[grundlagenhandbuch: | ||
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| + | {{ : | ||
| ===== Berechnung der Schnecken- und Zylinderkonfiguration ===== | ===== Berechnung der Schnecken- und Zylinderkonfiguration ===== | ||
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| + | Im Anschluss werden Schnecke und Zylinder generiert. Bei Verwendung der Elemente des Baukastens steigt die Qualität des erzeugten Prozesses i. A. mit der Anzahl unterschiedlicher Elemente an. | ||
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| + | Die während der Schnecken- und Zylinderkonfiguration durchgeführten Schritte lassen sich mit Hilfe des Dialogfensters nachvollziehen. | ||
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| + | Nach erneuter Bestätigung mit //Weiter// erfolgt die Anzeige der Simulationsergebnisse in Form einer Multigrafik. Diese ermöglicht einen ersten Vergleich beider Prozesse. Zusätzlich sind die Betriebsparameter von Modell- und Hauptausführung dargestellt. Wie während des gesamten Ablaufs besteht auch hier die Möglichkeit, | ||
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| ===== Fertigstellen ===== | ===== Fertigstellen ===== | ||
| + | Nach dem Schließen der Vorschau, lässt sich der neu generierte Prozess durch Vergabe eine Namens und betätigen der Taste // | ||
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| + | {{ : | ||
| + | Der erzeugte Prozess ist unabhängig und kann wie jeder SIGMA-Prozess geladen, verändert und erneut gespeichert werden. | ||