Mit der Prozessoptimierung können für gewählte Metamaschinenkonfigurationen automatisch geeignete Prozessparameter (Durchsatz, Drehzahl, Temperaturprofil) ermittelt und anhand definierter Zielgrößen bewertet werden. Die Optimierung erfolgt als Schwarmoptimierung (PSO = Particle Swarm Optimization / Schwarmintelligenz).
Öffnen des Optimierungsdialogs
Zum Öffnen des Optimierungsdialogs wählt man im Hauptmenü:
Steuerpfad: Hauptmenü > Simulation > Optimierung…
Daraufhin startet ein Optimierungsassistent mit mehreren Schritten und hilft bei der Lösung der Optimierungsaufgabe.
In diesem Schritt wird festgelegt, welche Maschinenkonfigurationen in Form von Metamaschinen zur Optimierung in Betracht gezogen werden sollen.
Zunächst kann der Anwender eine oder verschiedene durchmesserunabhängige Metamaschine(n) auswählen. Die Metamaschine definiert den grundsätzlichen Schneckenaufbau nebst Zudosierungen (z. B. einstufig, zweistufig, Entgasung, Seitenzugabe etc.) und dient als geometriebasierter Rahmen für die spätere Optimierung.
Im oberen Teil des Dialoges kann über das Feld Verzeichnis der Ordner gewählt werden, aus dem Metamaschinen geladen werden.
Filter Es stehen Filtermöglichkeiten zur Verfügung, um die angezeigten Metamaschinen einzugrenzen:
Info: Maschinen werden angezeigt, wenn in der Kategorie mind. ein Filter übereinstimmt.
Links befindet sich die Liste Maschinen mit den verfügbaren Metamaschinen. Diese können ausgewählt werden.
Buttons:
Im rechten Bereich wird eine grafische Vorschau der Metamaschine angezeigt (Schneckenkonfiguration / Zylinderdarstellung). Unterhalb der Vorschau werden notwendige Kenndaten angezeigt:
Außerdem befindet sich ein Feld Kommentar unterhalb der Metaschine, in dem weitere Informationen einer Metamaschine ausgelesen werden können.
In diesem Schritt wird festgelegt:
Im oberen Bereich muss der Maschinenbaukasten der zu optimierenden Schnecken- und Zylinderkonfiguration angegeben werden. Anschließend wird er angezeigt (Pfad zur *.mbk-Datei).
Verfügbare Funktionen:
Darunter wird eine grafische Vorschau der daraus erzeugbaren Schnecken-/Maschinenkonfiguration angezeigt.
Falls mehrere Metamaschinen ausgewählt wurden, kann über:
zwischen den Metamaschinen gewechselt werden. So kann geprüft werden, ob der gewählte Baukasten die Metamaschinen abbilden kann.
Im unteren Bereich wird das Werkzeug definiert.
Weitere Funktionen:
In diesem Schritt werden die Ausgangs-Verfahrensparameter für jede gewählte Metamaschine definiert. Diese bilden die Ausgangsbasis, auf der die Optimierung aufsetzt.
Der Aufbau des Dialogs orientiert sich an dem der bekannten Prozessverfahrensparametern
Damit können die Verfahrensparameter strukturiert eingestellt werden.
In diesem Schritt wird festgelegt, welche Modellberechnungen im Rahmen einer einzelnen SIGMA Simulation durchgeführt werden und unter welchen Abbruchbedingungen iterative Teilberechnungen beendet werden.
Weitere Informationen zu den Berechnungseinstellungen finden Sie hier.
In diesem Schritt werden die Optimierungsziele definiert. Dazu werden für zu erledigende Aufgabe Prozessgrößen, Grenzen, Zielwerte, Bewertungsmethoden und Gewichtungen festgelegt.
Die Übersicht enthält für alle Zielgrößenparameter folgende Spalten:
In der Spalte Bewertungsmethode sind verschiedene Bewertungslogiken für jede Zielgröße auswählbar.
Die erste Priorität der Optimierung ist, Prozesse innerhalb der vorgegebenen Grenzen zu finden. Erst danach wird versucht, die Zielwerte zu erreichen.
Mit der Gewichtung wird festgelegt, wie stark ein Parameter in die Gesamtbewertung eingeht.
Diese Optionen ermöglichen es, Warn- und Aufschmelzbedingungen in die Bewertung der Ergebnisse einzubeziehen.
In diesem Schritt werden die Parameter der PSO (Particle Swarm Optimization / Schwarmintelligenz) eingestellt.
Allgemeine Schwarmeffekte:
Es kann gewählt werden zwischen:
Die voreingestellten Parameter sind für die meisten Anwendungsfälle geeignet und werden empfohlen. Sie können bei Bedarf angepasst werden, z. B. für:
In diesem Schritt wird die eigentliche Optimierung mit den zuvor definierten Einstellungen durchgeführt.
Status
Im linken oberen Bereich wird der Rechenzustand angezeigt:
Buttons
Logfenster
Im Protokollbereich werden Rechenschritte ausgegeben, z. B.:
Im Diagramm (Suchraum) werden Partikel (einzelne Prozesse) visualisiert.
Die farbige Darstellung der Partikel wird über die darunter gezeigte Farbskala interpretiert.
Unter dem Diagramm ist eine Farbskala mit der Beschriftung Temperaturprofil sichtbar (-50 °C bis +50 °C). Diese dient der Visualisierung eines temperaturbezogenen Parameters bzw. einer Profilabweichung (Zylindertemperaturprofil-Delta).
Unterhalb des Diagramms:
Damit kann die Darstellung einzelner Iterationszustände betrachtet werden.
Nach Abschluss der Optimierung werden die Ergebnisse (Partikel / Kandidatenprozesse) in einer Ergebnisliste dargestellt.
Unter Partikel werden alle berechneten Kandidatenprozesse aufgelistet, typischerweise mit einer Bewertung in Klammern.
Funktionen:
Im oberen rechten Bereich werden für ausgewählte Partikel die wichtigsten Ergebnisgrößen tabellarisch angezeigt.
Zusätzlich wird eine Zeile Gewichtung angezeigt, um die aktive Bewertungslogik transparent zu machen.
Der mittlere Bereich zeigt pro ausgewähltem Kandidaten weitere Konfigurationsdaten:
Damit lassen sich Kandidaten direkt miteinander vergleichen.
Partikel: Im unteren Bereich steht eine zusätzliche Darstellungs-/Vergleichsfläche für die ausgewählten Partikel zur Verfügung.
Prozess erzeugen: Mit dieser Funktion kann aus einem ausgewählten Optimierungskandidaten ein SIGMA-Prozess erzeugt bzw. gespeichert werden. Anschließend wird der Assistent mit Finish abgeschlossen.