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SIGMA3D-Interface

Das SIGMA3D Interface beinhaltet die Schnittstelle von SIGMA zur Numerik Simulation von Extrud3D.

Dieser Abschnitt ist unterteilt in:

Pre-Processing

Bevor eine Simulation gestartet werden kann, muss eine SIGMA3D-Konfiguration erstellt und parametriert werden.

Öffnen der SIGMA3D-Konfiguration

Befehlspfad: Simulation > SIGMA3D-Konfiguration öffnen

Beim Ausführen des Befehls erscheint ein Dialog, in dem die Konfiguration einem bestehenden Prozess zugeordnet oder ohne Prozesszuordnung neu erstellt werden kann.

Dialog „SIGMA3D-Projekte verwalten“

Im Dialog SIGMA3D-Projekte verwalten stehen folgende Funktionen zur Verfügung:

Nach dem Auswählen oder Erstellen einer Konfiguration öffnet sich der SIGMA3D-Konfigurationsdialog.

SIGMA3D-Konfigurationsdialog (Pre-Processing)

Überblick über den Konfigurationsdialog

Der Konfigurationsdialog enthält alle Einstellungen, die zur Definition der numerischen Simulation erforderlich sind. Ist die Konfiguration einem SIGMA-Prozess zugeordnet, können Maschinen- und Prozessdaten bereits vorbelegt sein.

Allgemeine Daten

Im oberen Bereich des Dialogs werden folgende Informationen angezeigt:

Quelle der Geometriedaten

Unter Geometriedaten stehen zwei Optionen zur Verfügung:

Wenn aus SIGMA-Elementen entnehmen ausgewählt ist:

Alternativ kann eine CAD-Zeichnung für die 3D-Simulation verwendet werden:

Wichtige Anforderungen und Hinweise:

Verfahrensparameter

Der Bereich Verfahrensparameter (rechte Seite des Dialogs) enthält die physikalischen und betrieblichen Randbedingungen der Simulation.

Für Zylinder- und Schneckentemperatur stehen adiabat-Checkboxen zur Verfügung.

Isotherme vs. nicht-isotherme Einstellung

Standardmäßig ist SIGMA3D üblicherweise als isotherme Simulation konfiguriert:

Für eine nicht-isotherme Simulation:

Bitte beachten: Nicht-isotherme Berechnungen sind deutlich rechenintensiver. Laufzeit sowie Hardwareanforderungen steigen erheblich.

Simulationseinstellungen (Gitterqualität / Meshauflösung)

Im Bereich Simulationseinstellungen kann die Gitterqualität definiert werden.

SIGMA3D bietet mehrere Qualitätsstufen für das Netz (insgesamt fünf Stufen, abhängig von der Softwareversion). Eine höhere Netzauflösung führt zu einer verbesserten lokalen Ergebnisauflösung, erfordert allerdings auch längerer Solver-Laufzeit und entsprechend höheren CPU- und RAM-Bedarf.

Empfehlung:

Aufschmelzsimulation

Aktivierung

Die Aufschmelzsimulation wird aktiviert durch:

Physikalisches Modell (Überblick)

Wenn Aufschmelzen aktiviert ist, berücksichtigt SIGMA3D den Feststoffanteil des Polymers und kann den Übergang von Feststoff zu Schmelze simulieren (abhängig von den gewählten thermischen Randbedingungen).

Wenn Zylinder- und/oder Schneckentemperaturen vorgegeben sind (nicht-adiabate Bedingungen), berechnet die Software:

Die Aufschmelzberechnung basiert auf dem KARRENBERG-Aufschmelzmodell.

Modellkonzept:

Bitte beachten: Aufschmelzsimulationen sind deutlich rechenintensiver. Laufzeit sowie Hardwareanforderungen steigen erheblich.

Konfiguration abschließen / speichern

Wenn die Konfiguration einem Prozess zugeordnet ist, kann die Einrichtung mit Ok abgeschlossen werden.

Es erscheint ein Warnhinweis:

Warnung: Prozessdaten können nachträglich nicht mehr bearbeitet werden

Die Warnung weist darauf hin, dass nach dem Schließen des Dialogs die Daten nicht mehr in gleicher Weise bearbeitet werden können. Die Option Prozess speichern ist verfügbar und sorgt dafür, dass der SIGMA Prozess direkt mitgespeichert wird.

Konfiguration importieren / exportieren

Am unteren Rand des Konfigurationsdialogs:

Öffnen des SIGMA3D-Prozessfensters

Zum Starten einer Simulation den SIGMA3D-Reiter in den Projektdaten öffnen. Dort sind alle erzeugten Extrud3D-Prozesse aufgelistet.

SIGMA3D-Verwaltung (Auswahl vorhandener Konfigurationen)

Per Doppelklick auf einen Konfigurationsnamen öffnet sich das SIGMA3D-Hauptfenster:

SIGMA3D-Hauptfenster (Pre-Processing / Post-Processing)

Simulationausführung (Extrud3D)

Die Simulationsumgebung besteht aus zwei Reitern:

Der linke Bereich enthält Status und Bedienelemente für die Extrud3D Simulation.

Mindestanforderungen / Status

Im Abschnitt Extrud3D Simulation zeigt die Oberfläche:

CPU-Kerne

Hier wird die Anzahl der CPU-Kerne festgelegt, die für die Berechnung verwendet werden.

Anzahl Zeitebenen

Das Feld Anzahl Zeitebenen definiert die Winkel-Diskretisierung einer vollständigen Schneckenrotation (also die vom Solver ausgewerteten Schneckenstellungen).

Das Informationsfenster erläutert:

Information zu Zeitebenen und Empfehlung für Particle Tracing

Für eine anschließende Auswertung mit Particle Tracing werden mindestens 36 Zeitebenen empfohlen.

Starten der Simulation

Der Solver wird über Extrud3D Simulation starten gestartet.

Während die Simulation läuft, wird der Statusbereich fortlaufend aktualisiert.

Beispiel einer laufenden Simulation:

Beispiel einer laufenden Simulation (Momentum Solver, Stage 1/1)

Überwachung

Während oder nach der Simulation können – abhängig vom Status – folgende Schaltflächen verfügbar sein:

Abgeschlossene Simulation

Nach erfolgreicher Berechnung wechselt die Statusanzeige auf einen Beendet-/Stopp-Zustand, und der Fortschritt erreicht 100,0 %.

Beispiel einer abgeschlossenen Simulation (Status bei 100 %)

Post-Processing

Nach Abschluss der Simulation können im Bereich Post-Processing verschiedene Nachbearbeitungsschritte durchgeführt werden.

Auf der linken Seite des Hauptfensters stehen auswählbare Post-Processing-Aufgaben mit jeweils einem Konfigurieren…-Button zur Verfügung.

Der mittlere/rechte Bereich enthält:

Allgemeiner Post-Processing-Workflow

  1. Eine oder mehrere Post-Processing-Aufgaben auswählen (Checkbox)
  2. Für jede gewählte Aufgabe Konfigurieren… öffnen und Parameter festlegen
  3. Post-Processing starten
  4. Erzeugte Elemente in Anhänge prüfen
  5. Ergebnisse öffnen über:
    • Doppelklick auf den Anhang
    • In Para View öffnen (falls verfügbar)

Schnittebenen in Z-Richtung

Z-Schnitte sind Querschnittsauswertungen an definierten axialen Positionen.

Konfigurationsdialog:

Schnittebenen in Z-Richtung konfigurieren

Konfigurierbare Parameter:

Ergebnis: Schnittebenen in Z-Richtung

Beispiel Slice-Viewer: Viskositätskontur und Statistik

Schnittebenen in X-Richtung

X-Schnitte liefern Querschnitte senkrecht zur X-Richtung.

Konfigurationsdialog:

Schnittebenen in X-Richtung konfigurieren

Konfigurierbare Parameter:

Ergebnis: Schnittebenen in X-Richtung

Schnittsatz in X-Richtung: Beispiel Slice-Viewer: Druckverteilung in mehreren Schnitten

Schnittebenen in Kanalrichtung

Schnitte in Kanalrichtung werten die Strömung im lokalen Schneckenkanal-Koordinatensystem aus.

Konfigurationsdialog:

Schnittebenen in Kanalrichtung konfigurieren

Konfigurierbare Parameter:

Ergebnisansicht: Schnittebenen in Kanalrichtung

Beispiel Slice-Viewer: Viskositätskontur mit Mittelwerten

Abhängig vom Ergebnistyp kann der Viewer Folgendes bereitstellen:

Gerendertes Schneckenelement erzeugen

Diese Funktion erzeugt ein gerendertes Bild der ausgewählten Schneckenelement-Geometrie.

Konfigurationsdialog:

Gerendertes Schneckenelement erzeugen

Parameter:

Ausgabe: gerendertes Geometriebild:

Gerendertes Schneckenelement

PDF-Bericht erstellen

SIGMA3D kann einen PDF-Bericht mit einer zusammenfassenden Auswertung der Strömungssimulation erzeugen.

Konfigurationsdialog:

Bericht konfigurieren

Konfigurierbare Parameter:

Ausgabe: PDF Bericht:

Beispiel eines SIGMA3D-PDF-Berichts

Partikeltracking

Partikeltracking dient zur Bewertung von Verweil- und Transportverhalten, Mischpfaden sowie qualitativen dispersiven/distributiven Mischeffekten.

Beispiel: Visualisierung des Partikeltrackings

Mischverhältnis / Mischquotient

Nach Durchführung einer Partikeltracking-Simulation stellt die Software eine Auswertung des Mischquotienten bereit.

Auswertung Mischquotient (Querschnitt + Kurve über Zeitschritt)

Die dargestellte Delaunay-Auswertung besteht typischerweise aus:

Schubspannung

Zusätzlich kann eine Schubspannungs-Auswertung erzeugt werden (z. B. histogrammbasierte Ausgabe, abhängig von den konfigurierten Post-Processing-Optionen und der Softwareversion).

Schubspannungs-Histogramm

Speicherort der Ergebnisdateien

Den Speicherort bereits erzeugter Dateien erreichen Sie über:

Verwaltung von SIGMA3D-Projekten

Zum Verwalten erzeugter SIGMA3D-Projekte / Berechnungen verwenden Sie:

Dadurch wird der zu Beginn dieser Seite gezeigte Verwaltungsdialog geöffnet.

Schnellzugriff über die dargestellte Schnecke

Als alternativer Workflow können einzelne Schneckenelemente direkt in der dargestellten Schneckenkonfiguration ausgewählt werden.

Vorgehensweise:

  1. Ein Schneckenelement in der visuellen Schneckenansicht auswählen
  2. Rechtsklick auf das Element
  3. Im Kontextmenü die Option zum Erstellen einer SIGMA3D-Konfiguration wählen

Dies ist eine schnelle Methode für lokale Elementstudien und Vergleichsuntersuchungen spezifischer Schneckenabschnitte.

Empfehlungen für numerische Simulationen mit SIGMA

Für Setup und Laufzeit

Für thermische Simulationen

Für Partikeltracking und Mischauswertung