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Druckverlauf
Druckverlauf
Für die Berechnung des Druckprofils müssen dieselben Bedingungen wie bei der Durchsatz- bzw. Dosierzeitberechnung erfüllt sein. Dies gilt für alle Eingabedaten (Geometrie, Materialdaten und Verfahrensparameter). Zusätzlich muss die Berechnungsstellung (nur PSI) vorgegeben werden, für die der Druckverlauf über der Schneckenlänge berechnet werden soll.
Der Druckverlauf wird bis zum Ort der Schmelzewirbelbildung (OSW) zurück gerechnet. War die Bestimmung dieser Größe aufgrund fehlender Daten nicht möglich, so rechnet REX/PSI bis zum Ende der Einzugszone. Der Verlauf von der Trichtervorderkante bis zum letzten berechneten Punkt wird durch einen logarithmischen Ansatz wiedergegeben.
Die Druckverlaufsberechnung beginnt an der Schneckenspitze. Mit dem berechneten Durchsatz wird der Druckverlust innerhalb eines Berechnungsintervalls bestimmt und auf den vorherigen Absolutdruck addiert. Der Druck im Schneckenvorraum (an der Schneckenspitze) resultiert aus dem eingestellten Staudruck.
Der Druckverlauf wird in jedem Schritt isotherm bei der Massetemperatur berechnet und anschließend mit einem Korrekturfaktor multipliziert. Dieser Korrekturfaktor bewirkt physikalisch gesehen, dass die Berechnung bei einer Temperatur durchgeführt wird, welche die Übereinstimmung von Druck- und Durchsatzverhalten ermöglicht. Dies ist erforderlich, da der Durchsatz nach einem gemischt isothermen nicht-isothermen Ansatz, der Druckverlauf jedoch entweder isotherm oder nicht-isotherm berechnet werden muss.