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Scale-Up Modul
Scale-Up
Das Scale-up Modul dient zur Übertragung von Prozessen auf Maschinen mit größerem bzw. kleinerem Durchmesser. Ausgehend von einem sog. Modellprozess werden auf Basis von Übertragungsregeln die Geometrie der Hauptausführung und die zugehörigen Verfahrensparameter berechnet. Ausgangpunkt beim Scale-up ist ein beliebiger berechnungsfähiger Prozess (Modellprozess).
Auswählen der Hauptausführung
Mit dem Scale-up Button wird das in der Abbildung dargestellte Dialogfenster geöffnet. Darin werden im oberen Teil die Maschinendaten des Ausgangsprozesses angezeigt. Über ein Explorerfenster lässt sich die Maschine auswählen, auf welche der vorliegende Prozess übertragen werden soll.
Im unteren Drittel des Dialogfensters wird die Vorgehensweise für die Auswahl der Elemente festgelegt. Voreingestellt ist die Option ”Ausschließlich vorhandene Elemente nutzen”. Hierdurch wird sichergestellt, dass nur die im Elementbaukasten hinterlegten Schnecken- und Zylinderelemente zum Einsatz kommen. Die Qualität der Übertragung hängt bei dieser Vorgehensweise stark von der Anzahl der im Baukasten zur Verfügung stehenden Elemente ab.
Alternativ dazu kann SIGMA 7 fiktive Elemente erzeugen, die den ähnlichkeitstheoretischen Anforderungen gerecht werden. Hierdurch erhält man das aus ähnlichkeitstheoretischer Sicht optimale Übertragungsergebnis. Durch den Vergleich der Simulationsergebnisse beider Vorgehensweisen lässt sich der Einfluss einzelner Elemente auf den Prozess besser beurteilen.
In letzterem Fall, der Generierung von Schnecken- und Zylinderelementen, muss ggf. zusätzlich eine Übertragungsregel für die Knetblöcke ausgewählt werden. Dies ist immer dann notwendig, wenn Modell- und Hauptausführung unterschiedliche L/D- Verhältnisse besitzen. Es stehen drei Möglichkeiten zur Auswahl:
- Gleiche Anzahl an Knetscheiben bei Modell- und Hauptausführung
- Konstanter Versatzwinkel der Knetscheiben bei Modell- und Hauptausführung
- Versatzwinkel und Scheibenanzahl bleiben konstant
Der ausgewählte Ansatz hat u. a. wesentlichen Einfluss auf den spezifischen Energieeintrag, die Aufschmelzlänge und die Mischwirkung. Die Ergebnisse müssen für den jeweiligen Fall beurteilt werden.