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Anweisungen
Anweisungen
Die oben beschriebenen Ausdrücke können nicht für sich stehen, sondern können immer nur in Verbindung mit Anweisungen genutzt werden. Für die benutzerdefinierten Funktionen werden dabei vier Anweisungen unterschieden. Jede Anweisung beginnt in einer neuen Zeile und muss am Ende einer Zeile abgeschlossen sein.
Zuweisungen
Eine Zuweisung bindet den Wert eines mathematischen Ausdrucks an eine Variable. Dabei steht auf der linken Seite des Zuweisungszeichens ( der Variablenname und auf der rechten Seite ein gültiger mathematischer Ausdruck. Die Syntax ist wie folgt:
<Bezeichner> = <Mathematischer Ausdruck>
Durch Verwenden einer Zuweisungsanweisung wird die entsprechende Variable, sofern noch nicht bekannt, angelegt und mit dem Wert des Ausdrucks belegt. Existiert bereits eine Variable mit diesem Namen, so wird der alte Wert überschrieben. So angelegte Variablen können anschließend wieder in mathematischen Ausdrücken verwendet werden. Variablennamen müssen immer mit einem Buchstaben beginnen, dürfen aber Ziffern enthalten. Der Wert von logischen Ausdrücken kann nicht an Variablen gebunden werden! Nachfolgend sind einige Beispiele für Zuweisungen aufgeführt.
Code: pi= 3.1415 → $\pi = 3.1415$ | Gültige Zuweisung |
Code: ab2= a^2 + 2*a*b + b^2 → $ab2 = a^2 + 2ab + b^2$ | Gültige Zuweisung |
Code: soNicht= a < 0 → $soNicht = (a < 0)$ | Keine gültige Zuweisung, Wahrheitswerte können nicht an Variablen gebunden werden |
Code: a= b= 0.0 | Ungültig, nur eine Zuweisung erlaubt |
Code: 2Pi= 2+pi → $2Pi = 2 + \pi$ | Ungültig, „2Pi“ ist kein gültiger Variablenname |
Return
Eine return-Anweisung legt den Funktionswert der benutzerdefinierten Funktion fest und beendet die weitere Auswertung der Funktion. Der Wert des hinter dem Schlüsselwort (return) stehenden mathematischen Ausdrucks ist dabei der Funktionswert. Dabei gilt folgende Syntax:
return <Mathematischer Ausdruck>
Bedingte Ausführung
Eine if-then-else Anweisung führt eine Anweisung abhängig von einer gegebenen Bedingung aus. Diese Bedingung wird durch einen logischen Ausdruck definiert. Ist der Ausdruck wahr, so wird die auf das then-Schlüsselwort folgende Anweisung ausgeführt, andernfalls die auf das else-Schlüsselwort folgende Anweisung. Der else-Fall ist optional.
if <Logischer Ausdruck> then <Anweisung> [else <Anweisung>]
Als einfachstes Beispiel kann man die Bestimmung des Maximums zweier Werte betrachten:
if a < b # Wenn a kleiner als b ist then # Dann max= b # Ist b das Maximum else # Sonst max= a # Ist a das Maximum
Mathematisch ausgedrückt: $max = \begin{cases} b & \text{wenn } a < b \\ a & \text{sonst} \end{cases}$
Gruppierung
Die Schlüsselwörter begin und end klammern eine Folge von Anweisungen so, dass die zwischen begin und end aufgeführten Anweisungen als eine Anweisung behandelt werden können. Auf diese Weise können auch mehrere Anweisungen zusammen bedingt ausgeführt werden.
begin <Anweisung 1> ... <Anweisung n> end